Ergebnispräsentation - Firmen

Firmenportäts Oberesslinger Firmen

Eingemeindung und Entwicklung der Industrie in Oberesslingen

Situation in Esslingen um 1900
 
Die Fläche zwischen Bahn und Neckar auf der Gemarkung Oberesslingen waren damals Gegenstand für das Für und Wider in den Verhandlungen zur Eingemeindung Oberesslingens nach Esslingen. Eine Ausweitung der Industrieflächen in Esslinger war von der Topographie her nicht mehr möglich. Die Esslinger Industrie benötigte dringend neue Bauflächen zur Erweiterung der Industrie.
 
Die Industrie in Oberesslingen um 1900

Die wenigen Industriefirmen waren meist im Kern von Oberesslingen an gesiedelt. Im Kern finden sich heute noch alt eingesessene Gärtnerei, Apotheken und Autohäuser.
 
Im heutigen Industriegebiet war die Schwertmühle, das städtische Pumpwerk , einige wenige Firmen und eine Vielzahl von Gärten und Wiesen zu finden. Das unerschlossene Gebiet war begrenzt vom Neckar, der von Altbach hoch zur Schwertmühle und weiter zum Kraftwerk verlief.
 
Der Startschuss zur Erschließung war das Baugesuch von der Pressefabrik von Fritz Müller. Es folgte der Gleisanschlüsse für andere Firmen wie J. Eberspächer, Maschinenfabrik Pflüger und Steinert usw.

Oberesslingen auf dem Weg zur Eingemeindung und Umwandlung zum Industriestandort

Die Wegbereiter zur Eingemeindung waren Georg Deuschle, Schultheiß von Oberesslingen und Max von Mühlberger, OB von Esslingen
 
1899 und 1904
Die jeweiligen Verhandlungen zur Eingemeindung nach Esslingen scheitern.
 
1905
Es erfolgt der Vertragsabschluss zur Lieferung von Leucht- und Nutzgas.
 
1911
Es erfolgt der Anschluss an die städtische Kanalisation.
 
27.05.1912
Einweihung der Straßenbahn von Obertürkheim nach Oberesslingen
 
01.04.1913
Eingemeindung nach Oberesslingen
 
1929
Bau eines Kraftwerk von Paul Bonatz
 
1953
Nach dem 2. Weltkrieg wurde es wichtig die Neckarwiesen weiter aus zu bauen. Es folgte der Beschluss der Neckarverlegung zum Zwecke der Erschließung des Industriegebiets
 
1954 -1956
Fertigstellung der Sirnauer Brücke, heute Dieter Roser Brücke
 
01.06.1967
Eröffnung der Adenauer-Brücke
 
1970 bis heute
nach der Erschließung folgte eine Phase des Aufbau und Veränderung. Es gab ein Wechsel in der Firmenvielfalt und deren Angebot. Ein Teil der alten Firmen verliesen das Gebiet. Das Gebiet inzwischen wurde im Bereich Neckar saniert.
 
Der Wandel des Gebiets bis Mitte der 1960er Jahre war beeindruckend. In der EZ-Sonderbeilage „Denkende Köpfe schaffende Hände“ vom 01.03.1967 ist dies gut dokumentiert.
 
Heute finden sich vielfältige renommierte Firmen auf dem Gebiet. Dazu gehört unter anderem auch der Bechtle Verlag, der Herausgeber verschiedener Regionalzeitungen. Er zog 1968 von Esslingen in die Zeppelinstr.

Hier finden Sie einen Überblick über die unterschiedlichen Firmen. (28 KB)

Deutsche Elektromaschinen und Motorenbau AG (Delmag)

Sie entstand durch Fusion der Stuttgarter Firma Walter Fischer & Co. und der Esslinger Holzbearbeitungsmaschinen Fabrik Pflüger & Steinert, die am Standort Fabrikstr. 1 seit 1890 schon vorhanden war.
 
Produktpalette
 
Zunächst Produktion von Holzsäge- und Spaltmaschinen und Elektromotoren. Es erfolgt später die Spezialisierung auf die Fertigung von Straßen- und Tiefbaugeräten.
 
Chronologie

1922
Es erfolgt die Firmengründung durch Reinhold Dornfeld als deutsche Elektromaschinen und Motorenbau Aktiengesellschaft in der Fabrik Str. 1.


1926
De erste Explosionsramme der Welt, von Dipl.-Ing. Konrad Haage in Zusammenarbeit mit Ing. Albert Pflüger erfunden, wird am 16. Juli patentiert.
 
1934
wird der DELMAG-Frosch von Chefkonstrukteur Haag entwickelt. Er bildet die Sensation der Leipziger Frühjahrsmesse.
 
1936
Die Dieselrammen, konstruiert von Konrad Haage kommen auf den Markt. Sie werden unter anderem auch im Ausbau des Neckarkanal's eingesetzt.
 
1937 - 1954
Es erfolgen Umfirmierungen jeweils 1937 zur Einzelfirma, 1952 zur OHG und 1954 zur KG.
 
1956 – 1972
Es erfolgen zwei weitere Betriebserweiterungen am Standort.
 
1997 - 2000
Die Firma meldet Insolvenz an. Sie wird im Jahr 2000 von der Firma ABI Maschinenfabrik und Vertriebs GmbH in Niederberg übernommen.
 
2018
Die Firma schließt ihren Standort in Esslingen zum 30.09.18 endgültig.

Firma Gustav Wahler GmbH u. Co KG

Produktpalette
 
Produktion von Abgasrückführungssystemen und Komponenten für die Motorkühlung.
 
 
Chronologie
 
1902
Die Firma wird von Gustav Wahler in Pforzheim gegründet. Sie produziert Beleuchtungskörper.

1924
Die Firma wird in die damalige Klarastr., heutige Hindenburgstr. verlegt.
 
1938
Die Firma beantragt das Patent für ihre Thermostaten und bekomt dies auch zu geteilt.
 
bis 1965
Das Firmenareal wird durch den Erwerb von verschiedenen umliegenden Gebäuden erweitert.
Gleichzeitig erfolgt eine weitere Betriebserweiterung durch Errichtung des Zweigwerkes Oberboihingen. Zusätzlich eröffnet die Firma weitere Zweigwerke im Ausland.

2014
Firma Borg Warner übernimmt die Firma. Der Firmensitz wird nach Ludwigsburg übertragen.

Firma J. Eberspächer GmbH & Co. KG

Die Firma, gegründet 1865 ist ein in 5. Generation geführtes Familienunternehmen.
Chronologie
1865-1899Jakob Eberspächer gründet 1865 seine Flaschnerei in der Webergasse 5. Es erfolgen weitere Umzüge und Vergrößerungen in die Webergasse 19 und Zwerchgasse 10.

1899 Adolf Eberspächer (Inhaber 2.Generation) mit Betriebsangehörigen in der Webergasse Quelle: Firmenarchiv Eberspächer

1900-1913Es kommen erste Maschinen mit elektrischem Antrieb zum Einsatz. 1913 wird in Wien die erste ausländische Niederlassung gegründet.

1925 J. Eberspächer Werksansicht vom Eisberg Quelle: Firmenarchiv Eberspächer

1914- 1935
Umzug auf das jetzige Gelände. Beginn der Produktion von Glasdächer für Fabrikhallen, Bahnhöfe und Luftschiffhangars in ganz Europa. 1929 Verglasung des Mailänder Bahnhofs. Ab 1931 Produktion von Schalldämpfer für Automobile. 1933 Start der Entwicklung von Fahrzeugheizungen. Zusätzlich erfolgt der Bau von Werk II.

1935 -1949
Im 2.Weltkrieg wird Eberspächer vom NS Regime in die Rüstungsproduktion integriert. Es werden Zwangsarbeiter zugewiesen. Erweiterung durch Bau von Werk II. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgt die Produktion von Prothesen, Metallkoffer oder Kleinherde.

1950-1959
ab 1953 Serienproduktion von Standheizungen. 1954 läuft in Esslingen der millionste Schalldämpfer vom Band. Es erfolgt der Bau von Werk III.

1960 Eberspächer Werk 1 Nordfront Quelle: Firmenarchiv Eberspächer

1960-19651960 übernimmt Eberspächer die Metallwarenfabrik Neunkirchen im Saarland. 1965 feiert das Unternehmen 100jähriges Jubiläum.
1966-19791975 Produktion der ersten Fahrzeugheizung “B1L“für den Fahrgastraum. Die Firma bringt die ersten Funkfernbedienungen auf den Markt.
1980-1989Eberspächer setzt verstärkt auf Internationalisierung. In Europa entstehen weitere Produktionswerke. 1988 Baubeginn des neuen Entwicklungszentrums.
1990 – 2004Es erfolgt die Gründung weiterer Niederlassungen im Ausland. Eberspächer wird Weltmarktführer. 2004 Einstellung der Produktion des Glasbaus.
2005 bis 2014Eberspächer produziert Produkte für die Abgastechnik, Fahrzeugelektronik und Klimatisierung für unterschiedliche Fahrzeugtypen.
2015Eberspächer blickt auf 150 Jahre Unternehmensgeschichte zurück.

E. Scharpf GmbH

Produktpalette
Zu den Fachgebieten gehören Arbeiten rund ums Dach, Wärmedämmung, Schallschutz/Akustik, Holz, Restaurierung von Baudenkmälern, Holzfassaden und Holzterrassen und Holzbalkone
 
Chronologie
 
1946
Die Firma wird von Emil Scharpf in der Haldenstr. 49 gegründet.
Zusätzlich unterhält die Firma in der Haldenstraße 81 ein Firmensitz und Lagerplatz.
 
1976
Der Betrieb wird an den Sohn Eberhard Scharpf übergeben.
 
1981
Die Firma übernimmt die Firma Blessing, Stukkateuerbetrieb.
 
1989
Am alten Standort gib es kein Vergrößerungspotential. Es erfolgt der Umzug in die Fritz-Müller-Str. 115.
 
1995
Es entsteht zusätzlich die Firma ES Tore Türen Antriebe. Ihr Schwertpunkt ist die Fertigung und Montage von Garagentoren.
 
1998
wird zusätzlich die Firma Restora Immobilien GmbH gegründet.

Ernst Schmid Präzisionswerkzeuge GmbH

Firmengebäude von der Hegensberger Straße aus

Produktfelder

Plan- und Ausdrehwerkzeuge, Mikro-Ausdrehköpfe, Bohrstangen, Einstechwerkzeuge
Hartmetall-Zentrierspitzen, Werkzeuge für NC-Maschinen und Sonderwerkzeuge

Chronologie

1935
Ernst Schmid gründet die Firma in der Haldenstr. 48. Herr Schmid beginnt mit Nachschleifen von Diamanten und Fertigung von Abdreh- und und Härteprüfdiamanten.
 
1939-1945
Es beginnt die Produktion von Taschenschrauberzieher. Die Schraubenzieher sind sehr gefragt. Sie führen zu einem reißenden Absatz..
 
ab 1952
Der Kundenstamm erweitert sich. Es erfolgt nun auch die Herstellung und Export der Produkte ins Ausland.
 
1957
Die Firma vergrößert sich. Sie zieht in ein neues Gebäude in die Hegensberger Str. 7 um.
 
1982
Es erfolgt eine Umfirmierung von der Einzelfirma in die GmbH. Die Firma ist bis heute noch in Familienbesitz.

Pressenfabrik Fritz Müller

Produktpalette Am Beginn war Herstellung von Ölpressen und hydraulische Ziehpressen. Später folgten verschiedene Arten von Pressen und Pressestraßen unter anderem für die Autoindustrie.
Chronologie 1863-1866Christian Friedrich Müller (1836-1914) gründet in der Geißelgasse eine Schlosserei. Er beginnt mit der Produktion von Ölmüllereimaschinen.
1867-1870Die Schlosserei vergrößert sich und zieht in die Webergasse um. 3 Jahre später werden die ersten Ölpressen hergestellt. Ende der 70er bekommt Fritz Müller seinen ersten Großauftrag vom Raum Heidelberg. 1880-1883Fritz Müller beginnt mit dem Bau hydraulischer Ziepressen. 2 Jahre später kauft Fritz Müller ein Grundstück auf dem Schelzwasen. Es erfolgt der Umzug in das neue Fabrikgebäude. 

Blick auf das frühere Areal von Fritz Müller Ecke Kandlerstr./ Fleischmannstr.

1911 -1922
Eine weitere Fabrikerweiterung vor Ort ist nicht mehr möglich. Fritz Müller stellt ein Bauantrag. Er zieht mit der Gießerei an den jetzigen Standort, der mit einem Gleisanschluss aus gestattet ist. Auf dem Gelände und der Umgebung sind künftig weitere Betriebserweiterungen möglich. Mit diesem Umzug legte er auch den Grundstein zu Erschließung des Oberesslinger Industriegebiets. .

Warmofen für Stahl 1915
Plan Projekt einer Heizgasanlage
Wärmofen für Stahl

1923-1944Es folgen erfolgreiche Geschäftsjahre in den die Pressen von Fritz Müller gefragt sind. Während des 2. Weltkrieges bekommt die Firma auch Aufträge aus der Rüstungsindustrie. 1945 -1949Nach dem 2.Weltkrieg beginnt eine schwere Zeit. Fritz Müller bekommt am 03.10.45 den amerikanischen Befehl zur Demontage. Bis auf die Hallen wird alles abgebaut, verladen und nach Amerika verschifft. Zurück bleiben zunächst leere Maschinenhallen. 1950Die Firma hat die Krise überwunden und produziert nun überwiegend Pressen für die Automobilindustrie. Dazu gehören die Müller-Mammut-Pressen aus den Federn der Konstrukteure Kurt Schaupp und Karl Pfost.Die Fabrikstr wird in Fritz-Müller- Str. um benannt. Bis 1963Die Nachfrage nach Pressen und Pressenstraßen in der Welt erfordern weitere Neubauten. 1981/82Es erfolgt der Zusammenschluss der beiden Unternehmen Maschinenfabrik Weingarten AG aus Weingarten und Müller Pressen- und Maschinenfabrik GmbH aus

heutige Außenansicht Firmengebäude Fritz Müller

Werkzeugmaschinenfabrik INDEX Hahn & Kolb

Produktpalette
Drehautomaten , horizontale und vertikale CNC-Drehmaschinen und Dreh-Fräszentren, CNC-Mehrspindeldrehautomaten sowie Kurz- und Langdreher her.
 
Im Laufe der Jahrzehnte folgen mehrere Umfirmierungen in Name und Rechtsform

Chronologie
 
1914-1917
Hermann Hahn, Inhaber der Stuttgarter Firma Hahn und Kolb beginnt in der damaligen Obertor Straße, jetzige Plochinger Straße mit der Produktion. Das Areal wird 1917 gekauft. Es werden die ersten Automaten INDEX 1 und 2 ausgeliefert.

Firmenansicht in der Frühzeit

1919- 1923
Die Firma wird selbstständig und firmiert zunächst als OHG. Oskar Hahn steigt als Teilhaber in die Firma ein. Oberingenieur Karl Tessky übernimmt die Leitung. 1 Jahr später folgt die Umfirmierung zu INDEX Werke Hahn und Kolb. In dieser Zeit erfolgt der Druck von eigenem Notengeld als Folge der Inflation und den damaligen wirtschaftlich schwierigen Verhältnisse.


1924- 1944
Es erfolgt der Baubeginn eines neuen Montagegebäudes. Der Name INDEX wird im Berliner Reichspatentamt eingetragen. Karl Tessky wird Gesellschafter der OHG. Es erfolgen weitere erforderliche Neubauten.1938 der Sohn Eugen Hahn kommt ins Unternehmen. Es erfolgt eine Umfirmierung auf Index Werke KG Hahn & Tessky

1945 - 1947
Die Firma wird von den Alliierten besetzt. Es erfolgt die Demotage des Werkes nach England.

1949-1951
Es erfolgt ein Betriebserweiterung durch Neubauten am angrenzendes besetzte Werksgelände
Die Serienfertigung wird wieder aufgenommen. Karl Tessky zieht sich ins Privatleben zurück.


1954- 1957
Die US-Armee übergibt das Werksareal an die Firma zurück. Einige Teile des Areal werden zunächst vermietet. 1957 stirbt Oskar Hahn.
 
1968
Eugen und Irmgard gründen die gemeinnützige Stiftung “Eugen und Irmgard Hahn Stiftung“. .
 
In den 70er Jahre gibt es ein weitere Betriebserweiterung durch Zukauf von Nachbargelände.
Es gibt Weiterentwicklungen der einzelnen Maschinen.
 
1958 -1986
Dr. Manfred Borst übernimmt die Prokura. Es folgen weitere Werkseröffnungen.
 
1997
INDEX kauft die zuvor in Konkurs gegangene TRAUB-Drehmaschinen GmbH & Co. KG.
 
Heute
Das Unternehmen ist weltweit mit fünf Produktionsstandorten, fünf internationalen Vertriebs- und Servicegesellschaften sowie 80 Vertretungen aktiv

Gebäudeansicht von der Indestraße heute

Schwertmühle

Der Name der Mühle entstand durch den Fund eines römischen Schwertes beim Bau der Mühle.
Leider wurde das Schwert im 2. Weltkrieg zerstört.

1895 Die Schwertmühle mit der Belegschaft vor dem Haus

1866 -1907
Georg Weller baut eine Mühle direkt am Neckar, die später von Johann Peter Langbein gekauft wird. In dieser Zeit erfolgen weitere kleiner Anbauten.

Situationsplan Gelände
Situationsplan Querschnitt

1907
Der Betrieb wird an den Sohn Ludwig Langbein übergeben. Die Umgebung ist ein ländliches Idyll. Von der späteren Industrialisierung ist noch nichts zu sehen.

Schwertmühle am Wasser

1928
Es erfolgt die Modernisierung durch den Bau eines elektrischen Antrieb. Damit erreicht die Mühle ihre Unabhängigkeit von der Wasserkraft.


1952
Es erfolgt der nächste Generationenwechsel. Ludwig Langbein übernimmt die Schwertmühle.


1982
Die Mühle wird durch 2 Rundsilos mit einer Kapazität von 140 t erweitert.


1994
Es erfolgt eine Erweiterung durch den Bau eines weiteren Rundsilo´s mit einer Kapazität von 300 t .
 
2001 bis 2009
Marc Langbein beginnt die Ausbildung im elterlichen Betrieb. Er absolviert 2008 die Meisterprüfung.und erhält den Titel diplomierter Müllerei Techniker

2012
Es erfolgt der Umbau und die Modernisierung der Reinigungsanlage.

Innenansicht heute
Außenansicht heute

Wilde & Spieth und Spieth Gymnastics


Produktpalette
 
In der Schreinerei wurden Möbel, Schränke, Särge etc. hergestellt. Dann kamen Klappläden, Rollläden und Garagentore dazu.
In der Nachkriegszeit kommen Spielzeuge, Holzabsätze, Unimog-Pritschen dazu.
Ab 1948/49 werden die ersten Sitzmöbel nach Design von Prof. Egon Eiermann gefertigt.
Ab 1953 wird die Produktion mit Reuther- Sprungbrettern erweitert.
 
Chronologie
 
1831
gründet Wilhelm Ludwig Spieth (1804-1882) in der Schülesgasse Oberesslingen die Schreinerei Spieth
 
1875
Übergabe und Fortführung der Schreinerei durch Sohn Karl Friedrich Spieth (1838-1901)
 
1900
Sohn Karl Jakob Spieth (1873-) übernimmt vom Bruder die Schreinerei (Erfinder des Fräskopfes - Auszeichnung Grand Prix in Paris)
 
1912
Der Bruder von Karl Jakob, Albert Wilhelm Spieth (1876-1939) übernimmt die Schreinerei. Zusammen mit Ing. Richard Wilde gründet er die Roll- und Klappladenfabrik Wilde & Spieth. Gleichzeitig erfolgt der Umzug in den jetzigen Diakonissenweg 5 (früher Beutaustr. 24). Das Hauptgeschäftsfeld ist die Herstellung von Klappladen. Herr Wilde verlässt die Firma nach dem 1. Weltkrieg. Sein Name bleibt in der Firmenbezeichnung bis heute erhalten.

Firmengebäude Beutaustraße 24

1926Der Sohn Rudolf Karl Spieth (1909-1993), ein erfolgreicher Kunstturner, tritt in die Firma ein. 1932 /33kommt der Bruder Albert Erhard Spieth (1906-1975) als Mitgesellschafter hinzu. Die Firma vergrössert sich und ein Neubau in der Plochingerstr. 150 bietet nun genügend Platz für die Produkt- und Umsatzerweiterung. 1933 werden die Rollläden ins Programm aufgenommen.

 Umzug vor der Firma Plochinger Str 156

Ab 1945Die Folgen der Kriegsjahre hinterlassen ihre Spuren. Wirtschaftlich ging es abwärts, aber durch Anpassung der Produktion mit Spielzeugen, Holzabsätzen, Unimogpritschen u.v.m. überlebt die Firma. 1948/49Die Firma produziert von nun an Sitzmöbel nach dem Design von Prof. Egon Eiermann. Dabei entstehen über 30 Modelle. Dazu gehören die berühmten Modelle Klappstuhl SE 18, der die Auszeichnung „Good Design Award“ des Museums of Modern Art of New York, erhalten hat, Dreibein Schichtholzstuhl SE 42,Mehrzweckstuhl SE 68 und komplette Orchesterbestuhlungen . 1953Beginn mit der Entwicklung von Turngeräten für den Hochleistungs-Kunstturnsports zusammen mit Richard Reuther. Dazu gehört das Reuther-Sprungbrett. Weitere Geräte folgen und sind in einer Vielzahl von Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften vertreten. 1961Die Firma entschliesst sich zur Standortverlegung. Sie zieht in die Zeppelinstr. 126 (Zell) in einen Neubau um. 

1965 Besuch von Prof.Eiermann in Wernau

1972Die Rollladen-, Klappladen-, Kipptorproduktion wird eingestellt. Weiterhin werden die Eiermann-Modelle und die Reuther-Kunstturngeräte hergestellt. Nach dem Tod von Prof. Eiermann wird der bekannte Esslinger Designer Hans-Erich Slany mit der Entwicklung einer neuen Drehstuhlkollektion beauftragt. 2004Die Firma Wilde& Spieth kommt in finanzielle Turbulenzen, die dazu führen, dass die Firmen zukünftig komplett getrennt weitergeführt werden. 2014der seitherige Standort wird in der Zeppelinstr. 126 aufgegeben. Die Firma Spieth Gymnastics baut ein neues Fabrikationsgebäude in Altbach.und verlagert nach dorthin die Produktion.

Württembergisches Holzwarenmanufaktur Bayer & Leibfried

Standort: Plochinger Str. 86 1935 Straßenumbenennung vormals Obertorstr.
 

Produktpalette:
Die Firma produzierte Rollläden,Tischlerei und Parkettfabrikation die auch im Ausland reißenden Absatz fanden. Heute noch sind die Fensterläden als Esslinger Läden in Ungarn bekannt

Chronologie
 
1870
Die Firma wird im Gewerbesteuerkatasteransatz im Zusammenhang mit der 3. Phase Gründerboom erwähnt.
 
1882-1900
Anstieg des Geschäftsumfang als Folge des Anstieg des Baugewerbes. 31% der Esslinger Personen, die in der Holzindustrie arbeiten sind hier beschäftigt.
 
1889
Bayer & Leibfried stellt seine Produkte in einem Messestand in der Pariser Weltausstellung vor.
Der Messestand wird später als Musikpavillon von Inhaber Otto Bayer( 1848-1917) an die Stadt Esslingen gestiftet. Dieser stand bis Mitte der fünfziger Jahre auf der Maille.
 
ab 1902
Otto Bayer möchte den Betrieb aus Altersgründen auf geben. Heinrich Mayer (1850-1911) Besitzer der Neckarwerke Altbach-Deizisau erwirbt den Betrieb.
 
1907-1912
In den Adressbüchern ist die Firma unter der Rubrik Holzwarenfabriken nicht mehr verzeichnet.
1912 wird die Firma versteigert.

Ziegelwerk Esslingen GmbH alte und neue Ziegelei

Die Ziegelei prägte für Jahrzehnte das Bild der Schorndorfer Str.. Sie war Arbeitgeber für viele Zuwanderer.

Produktionsfelder
 
Durch das qualitativ hochwertige Lehmvorkommen in Oberesslingen konnten vor Ort Dampfziegel und Falzziegel hergestellt werden.
 
Firmengeschichte
 
1865
Erstellung eines Situationsplanes zum Bau einer Ziegelei in der Schorndorfer Str.
 
1908
Im Adressbuch steht die Ziegelei unter Ziegelei Brinzinger E. u. Co Dampfziegelei und Falzziegelfabrik Oberesslingen, Inhaber Emil Theodor und Otto Brinzinger, Martinstr. 13. Inhaber ist auch Albert Brinzinger (1845-1918). 

Ober- und Unterseite eines Dachziegels der Ziegelei Brintzinger
Bild: Eberhard Kenner

1932Das Ziegelwerk wird im Mai 1932 zwangsversteigert. Die Stadt Esslingen übernimmt die Ziegelei zu 51%. Der Rest verteilt sich auf andere Baufirmen. 1935Im Adressbuch ist verzeichnet Stadtgemeinde Esslingen Ziegelwerk Oberesslingen, Schorndorfer Str. 50 und Schorndorfer Str. 65 u. 67. 1941Die Arbeiten werden aufgrund von Mangel an Arbeitskräften, schlechte Lehmqualität etc. am 01.10.1941 eingestellt. Der Inhaber lautet E.Brinzinger & Co Dampfziegelei & Falzziegelfabrik Oberesslingen Schorndorfer Str. 50. 1942-1946Der Gutachter Karl Papst schätzt das Ziegelwerk auf 86.284,00 DM. Der Pachtvertrag läuft auf 31.03.1942 laut Brief vom Ziegelwerk an Stadt Esslingen ab. Das Gelände wird nach der Stilllegung teilweise für andere Zwecke genutzt. Unter anderem gab es ein Kartoffellager für das Krankenhaus. Es diente auch als Unterkunft der Zwangsarbeiter.

1946-1956
Nach 4jähriger Zwangspause wird die Ziegelei wieder in Betrieb genommen. 1956 erfolgt die endgültige Stilllegung. Eine über weit 80jährige Ära geht zu Ende.

1959
Die Ziegelei wird abgebrochen.8 Es entsteht in einem Teil des Geländes die John F.-Kennedy Schule. Auf dem damaligen Gelände findet sich heute die Realschule Oberesslingen und eine Vielzahl von Wohnhäuser.

Ehemalige Firmen im Gebiet Otto-Bayer Straße / Ulmer Straße/ Plochinger Straße

Eine unvollständige Auswahl einiger Firmen im Bereich Oberesslingen außerhalb der Neckarwiesen

FESTO
 
1925 Die Firma wird in der Olgastr. 5 von Albert Fezer und Gottlieb Stoll (1897-1971) gegründet.
1933 verlässt Albert Fezer das Unternehmen.
1939 Verlegung des Standortes in die Ulmer Str 48.
1952 Ein Teil der Firma, Sparte Elektrowerkzeuge wird nach Neidlingen verlagert.
1992 Ein Teil der Produktion wurde unter die Tochtergesellschaft Festo Tooltechnic GmbH & Co. aufgrund des Wachstums nach Neidlingen verlagert.
2000 Festo Tooltechnic GmbH & Co wird aus dem Konzern herausgelöst und in die Festool GmbH überführt. Das Werk in Wendlingen wird ein geweiht.
Mitte der 90er Jahre Festo wird komplett nach Berkheim Ruiter Str. 82 verlagert
 
Vogt & Käfer

1926 Georg Vogt und Karl Käfer gründen die Firma.
1932 Der Standort wird von Hirschlandstr. 18 in der Ulmer Str.verlegt
Die Firma befindet sich heute in der Alleenstraße 25
 
Sie ist im Bereich Werkzeugbau Stanzerei und Konstruktion tätig.
 
Firma Rückle GmbH Werkzeugfabrik

1910 gründet Hermann Rückle in Esslingen, Klara Str. 24 das Unternehmen. Er begann mit der Produktion von Schnitt- und Stanzwerkzeuge sowie Bohr- und Spannvorrichtungen.
Seit 1925 gehören Maschinenschraubstöcke und Winkelaufspanntische dazu.
1938 wird der erste angetriebene Rundtisch ausgeliefert.
1968 übernimmt Ottmar Schöller als Geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen.
1972 erfolgt der Umzug nach Böhringen.
 
Wilhelm Weber GmbH & Co.KG

1925 Gründung von W.Weber und E. Eberspächer
1941 Bau des Gebäudes in der Otto Bayer Str. 8
ab 1960 Produktion von mehreren Arten von Spritzgiesformen
ab 1994 Fertigung von Dreheinheiten
ab 2016 Herstellung von Silikon Optiken
2018 Umzug nach Berkheim

Abbildungen: Privat, Mario Augustin, Annette Vögele, Baurechtsamt der Stadt Esslingen am Neckar, Firmenarchiv J. Eberspächer,Privatsammlung Rudolf und Ulrich Spieth, Schwertmühle Oberesslingen

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